away from the sun...
Die Elfenbeinküste - Das Herz Afrikas

Amtssprache
Französisch

Hauptstadt
Yamoussoukro

Regierungssitz
Abidjan

Staatsform
Präsidialrepublik

Präsident
Laurent Gbagbo

Fläche
322.460 km²

Einwohnerzahl
17.298.040
(Quelle: CIA 2005)

Bevölkerungsdichte
53,7 Einwohner pro km²

BIP/Einwohner
775 US-$ (2004)

Unabhängigkeit
von Frankreich am 7. August 1960

Währung
CFA-Franc

Zeitzone
UTC

Nationalhymne
L'Abidjanaise

Nationalfeiertag
7. August

Die Elfenbeinküste, die sich offiziell Republik Côte d'Ivoire nennt, ist ein Staat in Westafrika. Sie grenzt an Liberia, Guinea, Mali, Burkina Faso und Ghana und im Süden an den Atlantik.
Seit 1983 ist Yamoussoukro die offizielle Hauptstadt, die frühere Hauptstadt Abidjan stellt aber weiterhin das wirtschaftliche Zentrum der Elfenbeinküste dar.
Nationalfeiertag ist der Unabhängigkeitstag am 7. August, an dem die Unabhängigkeit von der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich gefeiert wird.

Im deutschsprachigen Raum ist die Bezeichnung „Elfenbeinküste“ im Sprachgebrauch und in den Medien verbreitet. Im offiziellen Verkehr beispielsweise der deutschen Bundesregierung wird jedoch der offizielle Name Côte d'Ivoire verwendet. Im Lande selbst ist die Benutzung einer anderen als der offiziellen Bezeichnung unter Strafe verboten. Auch wörtliche Übersetzungen des Namens in andere Sprachen fallen unter dieses Verbot.
Präsident Houphouët-Boigny (1905–1993) verfügte 1985, dass die „Elfenbeinküste“, so benannt nach ihrem einst wichtigsten Exportprodukt, nur noch mit dem französischen Kolonialnamen Côte d'Ivoire geführt und nicht übersetzt werden darf. Im Gegensatz zu anderen Staaten, die sich unter anderem durch Namensänderung ihres kolonialen Erbes entledigten und mit Bezeichnungen aus der eigenen Historie ihre Identität wiederfanden, hielt Côte d'Ivoire auch nach der Erlangung der Unabhängigkeit im Jahr 1960 an den engen Verbindungen zu Frankreich fest.

Geographie
Die Elfenbeinküste ist von Süden nach Norden bestimmt durch die in Westafrika typischen Vegetationszonen, mit zunehmender Aridität (Trockenheit): an der Küste im Süden des Landes zunächst die tropische Regenwaldzone, nach Norden gefolgt von einer Übergangs- und schließlich der Savannenzone: zunächst die Guinea-Savanne, die schließlich im äußersten Norden des Landes in die Sudan-Savanne übergeht. Der Norden des Landes wird auch von einem Teil der Oberguineaschwelle durchzogen. Im Westen der Elfenbeinküste bzw. genau auf der Grenze zu Guinea befindet sich der Mount Nimba, der mit 1.752 m ü. NN der höchste Berg beider Staaten ist.

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005):
• Abidjan 3.692.570 Einwohner
• Bouaké 572.149 Einwohner
• Daloa 217.876 Einwohner
• Yamoussoukro 200.659 Einwohner

Bevölkerung
Die Staatsangehörigen der Elfenbeinküste werden - gemäß StAGN - als Ivorer bzw. Ivorerinnen bezeichnet.
Die Bevölkerung besteht aus ca. 60 Ethnien, die lange Zeit friedlich zusammenlebten. Eheschließungen zwischen verschiedenen Ethnien sind vor allem in den Städten keine Seltenheit. Die bekanntesten Gruppen sind:
• Akan (Baoulé 23% der Bevölkerung, Agni;etwa 40% der Gesamtbevölkerung) im Zentrum
• Mande-Gruppe:Malinké / Dioula 5,5% der Bevölkerung, Dan (5% der Bevölkerung) & Yacouba im Westen
• Voltaic:Senufo (etwa 15% der Gesamtbevölkerung) im Norden
• Kru-GruppeBété,Kru; etwa 16% der Bevölkerung) hauptsächlich im Süden
sowie
• Wê.
Aufgrund der Landflucht und der zunehmenden Verstädterung findet man in den Städten praktisch alle Ethnien. Vor allem in den kleineren Städten gibt es eine gewisse Tendenz, in eigenen Vierteln zusammen zu leben.
Zuwanderer aus den nördlichen Nachbarstaaten stellen etwa ein Viertel der Bevölkerung. Die Zuwanderer sowie die Einwohner des Nordens sind überwiegend Muslime (mehr als 50% der Gesamtbevölkerung), während die Bewohner des Südens überwiegend Christen (ein Fünftel der Gesamtbevölkerung; vor allem Katholiken) sind oder indigenen Religionen (ca. ein Viertel der Bevölkerung) angehören.

Geschichte
Die "Elfenbeinküste", das Gebiet der heutigen Republik Côte d'Ivoire, wies bis zur Kolonialzeit keine Staatenbildung auf. Die Portugiesen trieben seit dem 15. Jahrhundert Handel mit den Küstenstämmen, wurden aber seit dem 17. Jahrhundert von den Franzosen verdrängt, die 1843 den Marinestützpunkt Grand-Bassam errichteten und das Gebiet 1893 zur Kolonie Côte d´ Ivoire erklärten. Die Niederschlagung von Aufständen, besonders des Stammeshäuptlings Samory Toure, nahm allerdings noch mehrere Jahre in Anspruch. 1895 wurde Côte d'Ivoire ein Teil Französisch-Westafrikas, 1956 erhielt es innere Selbstverwaltung und wurde 1958 autonome Republik innerhalb der französischen Gemeinschaft.
Am 7. August 1960 erhielt Côte d´ Ivoire die volle Unabhängigkeit unter Felix Houphouet-Boigny, der bis zu seinem Tode 1993 Staatspräsident (bis 1990 auch Regierungschef) war. Houphouet-Boigny, der Gründer der Einheitspartei "Parti Democratique de Côte d'Ivoire" (PDCI), verfolgte eine prowestliche Politik. Er verfügte auch, dass die "Elfenbeinküste", so benannt nach ihrem einst wichtigsten Exportprodukt, seit Ende der 1980er Jahre nur noch mit dem französischen Kolonialnamen Côte d'Ivoire bezeichnet werden darf. Unruhen unter der Bevölkerung führten dazu, dass 1990 ein Mehrparteiensystem sowie das Amt des Ministerpräsidenten eingeführt wurden. Die prowestliche und marktwirtschaftlich orientierte Politik des Präsidenten Felix Houphouet-Boigny machte aus Côte d'Ivoire einen der reichsten Staaten Westafrikas und führte zu politischer Stabilität.
Nachfolger Houphouet-Boignys wurde 1993 Henri Konan Bédié (PDCI). Die von der Opposition boykottierten Wahlen im Oktober 1995 bestätigten Bédié im Präsidentenamt. Eine Änderung der präsidialen Verfassung von 1960 verlängerte 1998 die Amtszeit des Präsidenten von fünf auf sieben Jahre und stärkte seine exekutiven Befugnisse.
Der Verfall der Kakaopreise führte 1999 zu wirtschaftlichen Krisenerscheinungen. Im Dezember 1999 wurde Bédié, der oppositionelle Kreise zunehmend unterdrückt hatte, in einem unblutigen Putsch vom Militär unter Führung von General Robert Guei gestürzt. Das Land fiel damit in eine tiefe Krise. Unter dem Schlagwort „Ivoirite“ kam es zu xenophoben Tendenzen und zur Diskriminierung der im Norden des Landes ansässigen Ethnien. Im Jahre 2000 gewann Laurent Gbagbo Präsidentschaftswahlen, von denen der wichtigste Oppositionskandidat (Alassane Ouattara) ausgeschlossen worden war. Dies wurde damit begründet, dass Ouattaras Eltern aus dem Nachbarland Burkina Faso stammen. Der andauernde Streit darum, wer ein wahrer „Ivorer“ sei und wer nicht, führte schließlich 2002 zu einem bewaffneten Aufstand gegen Gbagbo und zu der aktuellen Krise.

Verwaltungsgliederung
Côte d'Ivoire ist seit 12. Juli 2000 in 19 Regionen aufgeteilt. Diese sind (in Klammern die Hauptstadt):
• Agnéby (Agboville)
• Bafing (Touba)
• Bas-Sassandra (San-Pédro)
• Denguélé (Odienné)
• Dix-Huit Montagnes (Man)
• Fromager (Gagnoa)
• Haut-Sassandra (Daloa)
• Lacs (Yamoussoukro)
• Lagunes (Abidjan)
• Marahoué (Bouaflé)
• Moyen-Cavally (Guiglo)
• Moyen-Comoé (Abengourou)
• N'zi-Comoé (Dimbokro)
• Savanes (Korhogo)
• Sud-Bandama (Divo)
• Sud-Comoé (Aboisso)
• Vallée du Bandama (Bouaké)
• Worodougou (Séguéla)
• Zanzan (Bondoukou)

Wirtschaft
Côte d'Ivoire ist größter Kakaoproduzent der Welt. Zudem werden insbesondere Kaffee, Ananas, Baumwolle und Holz exportiert. Im Küstengebiet gibt es Erdölvorkommen, die gefördert werden.

Sport
Der wichtigste und meist betriebene Sport in der Republik Côte d'Ivoire ist der Fußball. Die Ivorische Fußballnationalmannschaft ist derzeit eine der zehn erfolgreichsten Nationalmannschaften Afrikas. Die größten Erfolge bei internationalen Turnieren waren bisher ein vierter Platz beim Konföderationen-Pokal 1992, das Erreichen der ersten Runde beim Afrika-Cup 2000 und das Erreichen der zweiten Runde bei der Qualifikation zur WM 2002. Am 8. Oktober qualifizierte sich die Mannschaft, neben der Mannschaft Togos, Ghanas und Angolas für die Fußballweltmeisterschaft 2006. Dies ist somit der größte Erfolg der Ivorer in der Fußballgeschichte überhaupt. Als Trainingsstätte im Rahmen der Fußball-WM in Deutschland hat sich die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste die sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt Magdeburg ausgesucht, in der gerade der Neubau eines modernen 25.000 Zuschauer fassenden Stadions erfolgt. Die 30 Millionen Euro teure Arena wird bis zur WM aber noch nicht komplett fertiggestellt sein. Der Trainingsbetrieb sei allerdings gesichert.

Nationalspieler der Elfenbeinküste:

Torwart
Boubacar Barry (KSK Beveren)
Gérard Gnanhouan (HSC Montpellier)
Jean-Jacques Tizie (Esperance Tunis)

Abwehr
Arthur Boka (Racing Strasbourg)
Etienne Boka
Guy Demel (Hamburger SV)
Cyril Domoraud (Konyaspor)
Emmanuel Eboue (FC Arsenal)
Blaise Kouassi (ES Troyes AC)
Abdoulaye Meité (Olympique Marseille)
Olivier Tebily (Birmingham City)
Siaka Tiene (AS St. Etienne)
Abib Toure
Marco André Zoro (Messina Calcio)

Mittelfeld
Dagui Bakary (AS Nancy-Lorraine)
Serge Die (O.G.C. Nizza)
Emerse Fae (FC Nantes)
Tchiressoa Guel
Bonaventure Kalou (Paris St. Germain)
Yaya Toure (Olympiakos Piräus)
Gilles Yapi-Yapo (FC Nantes)
Didier Zokora (AS St. Étienne)

Angriff
Kanga Akale (AJ Auxerre)
Aruna Dindane (RC Lens)
Didier Drogba (FC Chelsea)
Arouna Kone (PSV Eindhoven)
Bakary Kone (O.G.C. Nizza)

Trainer
Henri Michel (Frankreich)
















Quelle: www.wikipedia.de
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